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Wenn der Körper sich selbst als Feind sieht

Das Immunsystem bietet im Normalfall Schutz vor Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern. Es bildet Resistenzen und Antikörper gegen unerwünschte Eindringlinge. Wenn dieser Schutzmechanismus durcheinander gerät und sich plötzlich gegen eigenes (gesundes) Gewebe richtet, spricht man von Autoimmunerkrankungen.

Autoimmunerkrankungen treten auf wenn sich das körpereigene Immunsystem fehlgeleitet gegen eigene Strukturen richtet und den eigenen Körper angreift. Dies äußert sich bei Betroffenen durch chronisch entzündliche Prozesse. Es handelt sich um einen Überbegriff für zahlreiche mögliche Ausprägungen der Fehlfunktion des eigenen Körpers.

Es wird grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Oberkategorien unterschieden:

  • Organspezifische Autoimmunerkrankungen: Durch eine Überreaktion des Immunsystems werden spezifische Organe angegriffen und das Gewebe wird zerstört. Dies ist die am weitesten verbreitete Form vom Autoimmunerkrankungen.
  • Systemische Autoimmunerkrankungen: Diese Krankheitsform betrifft nicht spezielle Organe, sondern äußert sich anhand von entzündlichen Erkrankungen im Körper. Ca. 5-10% der Fälle sind systemische Erkrankungen.
  • Intermediäre Autoimmunerkrankungen: Bei diesen Erkrankungen handelt es sich um eine Mischform oder auch Übergangsform der zuvor genannten Ausprägungen der Krankheit.

Die Entstehung vom Autoimmunerkrankungen ist noch nicht vollends erforscht. Allerdings geht man davon aus, dass einige Faktoren die Fehlfunktion des Körpers begünstigen. Sowohl erbliche, über hormonelle, bis hin zu umweltbedingten Faktoren können ausschlaggebend sein.

Die Anzeichen können sehr vielseitig sein. Allerdings zählen zu den typischen Symptomen eine erhöhte Anzahl von weissen Blutkörperchen, erhöhte Produktion von gewissen Bluteiwessstoffen sowie erhöhte Entzündungswerte im Blut.

Man geht davon aus, dass weltweit ca. 5-8% der Bevölkerung an den verschiedensten Ausprägungen (Ca. 80-100 verschiedene Formen)  von Autoimmunerkrankungen betroffen sind.

 

Die Tendenz ist steigend.

Die Folgen von Autoimmunerkrankungen können aufgrund der Verschiedenheit der Ausprägungen des jeweiligen Krankheitstypes sehr vielseitig sein und sich auf nahezu alle Bereiche des menschlichen Körpers auswirken.

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Was tun wenn der Schutz des eigenen Körpers durcheinander gerät?

Das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage zwischen „fremd“ und „eigen“ zu unterscheiden und bekämpft infolgedessen auch gesundes Gewebe des Körpers.

Betroffene erhalten im folgenden grundlegende Überblicke ausgehend von der Definition, über den Krankheitsverlauf bis hin zu den Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen Erscheinungsform der Erkankung.

Autoimmunerkrankungen:

Alopecia areata
Anämie, perniziöse
Antiphospholipid-Syndrom
Arteriitis temporalis, Arteriitis cranialis
Atherosklerose
Autoimmuninsuffizienz, polyendokrine
Churg-Strauss-Syndrom
Colitis ulcerosa
CREST-Syndrom
Dermatomyositis
Fibromyalgie
Gastritis, chronische autoimmune
Goodpasture-Syndrom
Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Hashimoto-Thyreoiditis
Hepatitis, autoimmune
Juvenile rheumatoide Arthritis
Kälteagglutininkrankheit
Kryoglobulinämie, essentielle
Lichen sclerosus (LS)
Lyme-Arthritis
Mischkollagenose
Morbus Addison
Morbus Basedow
Morbus Bechterew
Morbus Behçet
Morbus Crohn
Morbus Wegener
Morbus Werlhof
Multiple Sklerose
Myasthenia gravis (MG)
Pemphigus vulgaris
Polymyalgia rheumatica
Polymyositis
Polyneuropathie
Psoriasis
Reiter Syndrom
Rheumatisches Fieber
Rheumatoide Arthritis
Sarkoidose
Sjögren-Syndrom
Sklerodermie
Stiff-Man-Syndrom (SMS)
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Takayasu Arteriitis
Typ-I-Diabetes mellitus
Vitiligo (Leucopathia acquisita)
Zöliakie